Ein EM-Special mit grundlegenden Wahrheiten: 10 Wege für die Frau, bei einer EM auf sich aufmerksam zu machen – Part I


(von Uli Döring, live aus Köln – kurz vor dem Anpfiff)

Hallo, liebe Sportsfreundinnen und Sportsfreunde!  Die EM steht an. Und dazu erreichte mich vor einiger Zeit die folgende

Frage: Wie sollte sich Frau beim EM-Fußballspiel präsentieren, um auf sich aufmerksam zu machen? Und ist diese Frau dann auch noch nach der EM attraktiv genug?

Hey – eine interessante Frage! Da habe ich bislang noch nie drüber nachgedacht. Wahrscheinlich, weil ich bei der EM so sehr mit Nebensächlichkeiten wie Fußball beschäftigt bin. Aber man kann derartige Veranstaltungen natürlich auch als Plattform für die soziale Kontaktaufnahme nutzen.

In gewisser Weise ist diese weibliche Frage natürlich auch sehr entlarvend. Verrät sie uns doch, dass die vermeintlich fußballbegeisterten Damen nur das Eine im Sinn haben: Die Erhaltung der menschlichen Rasse! Hm…solch ich dies nun mit Verachtung aufgrund der offenkundigen Falschheit quittieren…oder angesichts der hehren Absicht applaudieren? Ich denk darüber nach. Und während ich dies tue, will ich ein paar Antworten liefern. (Hab ich etwa über Nacht das Multitasking erlernt? Es scheint so. Meine feminine Seite ist heute wohl sehr ausgeprägt.)

Nun denn. Hier kommen die 10 vielversprechendsten Wege, wie die Frau während der EM vom Balltanz zum Balztanz animieren kann. Oder zumindest Aufmerksamkeit erregen. Chipstüten bereit und Handy ausgeschaltet? Dann geht`s los!

Nummer 10: Sich patriotisch in Landesfarben kleiden – oder schminken

Es gehört heute zum guten Ton bei jeder EM oder WM, zu wandelnden Nationalflaggen zu mutieren. Es gibt keine Grenzen – aber umso mehr Nationalstolz. Ulkige Perücken oder Blumenkränze in den Landesfarben, gefälschte Trikots des jeweiligen Landes oder eine neckische kleine Fahne, die behände auf die Wange geschminkt wird. Wer immer auch wann immer auf diese Idee des zur Schau getragenen Nationalstolzes kam: Irgendwann war das sicher einmal wahnsinnig originell. So wie jeder neue Einfall. Und das ist auch schon das Problem: Wenn jeder die originelle Idee aufgreift, wird sie unoriginell. Macht irgendwie jeder. Es scheint die schicksalhafte Bestimmung von originellen Ideen zu sein: Je besser sie ist (also umso mehr Menschen sie anspricht), desto schneller wird sie langweilig.

Halten wir fest: Weil jeder glaubt, es ist eine tolle Idee, auf diese Weise auf sich aufmerksam zu machen, verschwindet man in der gesichtslosen Menge und wird zur Nationalflagge. Da kann man sich praktisch gleich aufhängen. Ja gut, Frau kann Mann so auf sich aufmerksam machen. Aber im Grunde nur jene, die entsprechende Nationalutensilien verkaufen. Und attraktiv ist für die jede Kundin. Bis sie bezahlt hat.

Nummer 9: Aus Originalität gegen die eigene Mannschaft sein

Ja, diese Frauen gibt es! Sie sind selten, aber sie sind da! Sie tauchen immer wieder bei Europa- und Weltmeisterschaften auf, um aus Prinzip der gegnerischen Mannschaft die Stange zu halten und damit die Stimmung im Raum völlig zu vergiften. Lange habe ich versucht mir zu erklären, was diese Frauen eigentlich wollen. Als Frauenversteher, den interessiert, was meine Speziesgenossinnen bewegt, gebe ich offen zu: Ich habe versagt. Ich versteh sie nicht. Ich versuchte mir es so zu erklären, dass es sich um ein politisches Statement in Verbindung mit schlechtem Timing handelt. Oder eine nicht diagnostizierte Persönlichkeitsstörung. Und ich habe mir gedacht, dass diese Frauen nicht hier sein sollten, sondern in ihrem kleinem Teekreis, wo sie unter sich sind, in einem Kibbuz oder einer Sekte, wo sie auf mehr Gehör und Verständnis stoßen – ja, vielleicht sogar auf dem Mond, der ja Potenzial als Reiseziel besitzt.

Nie hätte ich gedacht, was mir nun bewusst wird: Wahrscheinlich wollten sie nur Aufmerksamkeit erregen. Und ich gebe abermals gerne zu: Ja, es gelingt. Wenngleich es nicht unbedingt den Attraktivitätsfaktor steigert. Mein Tipp: Ins Land des jeweiligen, ach so sympathischen Gegners auswandern. Das kann auf die Dauer zwar etwas stressig werden, aber bestimmt gibt es Wirtschaftszweige, die sich darüber freuen. Und man sammelt jede Menge Flugmeilen.

Nummer 8: Partygäste um Autogramm bitten

Eine Sache, die viel zu selten ausprobiert wird. Wenn schon 22 Stars (den Schiri nicht eingerechnet) über den Bildschirm laufen…warum nicht den Public-Viewing-Gast des Herzens spüren lassen, dass er ihr Star ist? Das hat Charme! Aber auch versteckte Fouls.

Es dürfte besagtem Mann doch recht merkwürdig vorkommen, um eine Unterschrift gebeten zu werden (es sei denn, es handelt sich um Cristiano Ronaldo). Wir alle sind gewarnt vor Running-Gags, die sich seit den 70ern in Umlauf halten: Sie haben soeben eine Waschmaschine gekauft! Bruharar!

Der Mann wird die besagte Autogrammjägerin vermutlich für eine Wachmaschinenvertreterin halten (in dem Fall kann seine Alte unterschreiben – was hat er mit Waschmaschinen zu tun?), eine geistig Gestörte oder eine Sehbehinderte. Oder alles auf einmal. Nun, das sind sicher alles keine Attribute, die Ihnen gerecht werden, meine nichtwaschmaschinenverkaufenden, geistignormalbegabten und Sehhilfenversorgten/Sehfehlerlosen Damen. An Ihrer Stelle würde ich nicht darauf setzen. Es sei denn, sie wollen auch den Rest des Lebens Autogramme von Ihrem Liebsten einholen – aber nie für richtig voll genommen werden.

Nummer 7: Getränke liefern

Sie versorgen den Mann bei der EM mit Getränken? Seien Sie sicher: Seine ganze Aufmerksamkeit und sein inbrünstigstes Wohlwollen sind Ihnen gewiss! Wobei…ich muss noch einmal darüber nachdenken. Wenn ich es mir so ausmale könnte es durchaus sein, dass die Aufmerksamkeit doch eher dem  – vorzugsweise alkoholhaltigem – Kaltgetränk und etwaigen Strafraumszenen gilt. Sie, meine Damen, wären in dem Fall doch eher so etwas wie das Herz, das den Organismus am Laufen hält. Gerne nimmt man Ihre Tätigkeit in Kauf und vermisst sie schmerzlich, wenn Sie dieselbige einstellen. Ja, nur allzu oft wissen wir den Wert einer Sache zu schätzen, wenn sie nicht mehr vorhanden ist. Das menschliche Herz, Raucherkneipen, Frauen die Getränke bringen.

Wie auch immer: Der Nachhaltigkeitsfaktor ist hoch. Wenn sie damit leben können, ein EM-unabhängiger Botenstoff zu sein und sich suggerieren, dass es dem Mann eigentlich um Sie geht und nicht um das Getränk, könnte diese Variante die Richtige für Sie sein! Fähige Kellnerinnen werden eigentlich immer gesucht (zumindest von mir). Für alle anderen gilt: Mal schauen, ob es nicht besser geht.

Nummer 6: Abseitsfalle erklären

Immer wieder fallen mir interessante Fragen auf, mit denen Frauen uns Männer während einer EM signalisieren möchten, dass sie an unserer Leidenschaft Anteil nehmen. Sie denken sich in die Materie hinein. Fragen wie

„Wie viele Menschen wohl in dieses Stadion passen?“

„Liegen da Paperkügelchen auf dem Platz oder was ist das?“

oder

„Wer spielt da eigentlich gegen wen?“

erhellen unser Herz, in Verbindung mit genügend Alkohol und zeigen uns, dass es leider noch mehr gibt wie Fußball auf der Welt: Es gibt die weibliche Sichtweise.

Wir Männer müssen mit solchen Fragen rechnen. Wenngleich wir nicht immer psychisch darauf vorbereitet sind. Aber was würde passieren, wenn uns eine Frau die Abseitsfalle erklärt?

Nun, ihre Aufmerksamkeit würde uns gehören. Aber: Diese Frau würde uns einzig und allein verunsichern. Wir würden uns hinten einigeln, wenn die Frau soviel Wissen über unsere Domäne einbringen würde, während wir mit keinerlei Konterpunkten in Sachen Häkeln aufwarten können.

Der Bundestrainer würde Sie vielleicht als Taktiktrainerin verpflichten. Aber ist es das, was Sie wollen?

 

Das war Teil I. Die Plätze 5 bis 1 gibt es in Kürze…rechtzeitig vor dem Anstoß! Versprochen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s